Grundsätzliches - Wenn ein Hund entläuft

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Grundsätzliches - Wenn ein Hund entläuft

Beitragvon Coco » Fr 30. Apr 2010, 11:48

Hund entlaufen! Was nun?

Das Wichtigste in einer solchen Situation ist Ruhe bewahren - überstürzte Handlungen sind meist der falsche Weg! Natürlich überkommt einen als Halter Panik, doch diese nützt dem Tier nicht!

Entfernt sich ein Hund aus dem Einwirkungsbereich des Besitzers, muss er noch nicht entlaufen sein. In vielen Fällen hat er vielleicht nur die Spur eines anderen Tieres aufgenommen oder ist im Spiel mit seinen vierbeinigen Kumpeln außer Sicht geraten.
Hier muss man selbstverständlich berücksichtigen, wie der Hund in den verschiedenen Situationen „normal“ reagiert, um abschätzen zu können, ob er von alleine wieder zurückfindet! Manche Hunde nutzen so eine Situation um die Gegend mal etwas genauer zu erkunden, andere hingegen reagieren verunsichert, wenn sie merken, dass die Halter nicht mehr im Sichtfeld sind. Findet sich der Hund nicht innerhalb einer entsprechend angemessenen Zeit wieder ein, oder ist er in einer ihm völlig fremden Umgebung entlaufen, so gehen Sie wie folgt vor:

Informieren Sie folgende Stellen: (Es ist sinnvoll sich diese Nummern herauszusuchen bevor eine solche Situation eintritt, um sie nicht erst herausfinden zu müssen!)
  • örtliche Polizeidienststelle
  • Tierheim / Tierschutzverein
  • Tierärzte in der Umgebung
  • gegebenenfalls den zuständigen Jagdpächter
  • gegebenenfalls die zuständige Autobahnpolizei / Deutsche Bahn bzw. Bundespolizei
  • in manchen Städten / Gemeinden ist es auch sinnvoll das Bürgerbüro / Fundbüro zu informieren
  • melden sie das Tier bei den Haustiermelderegistern als vermisst
Außerdem sollten sie auch die Straßenmeistereien, Tierkliniken und Bauhöfe der jeweiligen Gemeinde / des Kreises anrufen um einen evtl. Fund des Tieres abzuklären.

Denken Sie unbedingt daran, eine Telefonnummer anzugeben, unter der Sie auch wirklich erreichbar sind!

Sollte sich der Hund nicht innerhalb weniger Stunden wieder eingefunden haben, hier noch weitere Tipps:
Was kann man sonst tun?

Bedenken Sie, dass Ihr Hund in einer für ihn sehr stressigen Situation ist. Vermeiden Sie nach Möglichkeit „Fangaktionen“ mit einer größeren Gruppe Menschen, dies könnte dazu führen, dass der Hund aus dem Gebiet Reißaus nimmt, da er die Lage für sich als gefährlich einstufen könnte! Befragen Sie Fußgänger, andere Hundehalter und Radfahrer in dem Gebiet, wo Ihr Hund abhanden gekommen ist!
Fertigen Sie Suchplakate an (Das Haustierregister TASSO stellt Ihnen diese kostenfrei zur Verfügung, sie erhalten diese in der Regel innerhalb weniger Tage!) und hängen sie diese in dem Gebiet aus, wo der Hund verschwunden ist. Nehmen sie ein möglichst aktuelles Bild des Hundes und setzen es dazu, denn viele Leute können mit Rasse-Namen nicht immer etwas anfangen - auch Farbbeschreibungen wie „merle“ sollten unterbleiben, da diese auch nur von anderen Hundehaltern einzuordnen sind. Ebenso ist es sinnvoll, Plakate in Geschäften auszuhängen, die viel „Laufkundschaft“ (Tierärzte, Supermärkte, Tankstellen, Postämter) haben.
Werden Sichtungen des Tieres gemeldet, so notieren Sie Sich unbedingt den genauen Ort, sowie Datum und Uhrzeit. Dies ist sehr hilfreich um das Gebiet, welches das Tier aufsucht, einzugrenzen und Futterstellen einzurichten.

Am nächsten Tag:
  1. Packen sie ein Spielzeug oder eine Decke Ihres Tieres in eine verschlossene Plastiktüte um den Geruch für einen eventuellen Einsatz eines Suchhundes zu sichern!
  2. Rufen sie noch einmal die telefonisch informierten Stellen vom Vortag an!
  3. Fahren sie zu den Tierheimen in der Umgebung und schauen sich die Fundtiere an - manchmal wird dort im Alltagsstress schon mal ein Merkmal des Tieres überlesen oder eine Suchmeldung ist noch nicht allen Mitarbeitern bekannt!
  4. Befindet sich das Tier weiterhin im Entlauf-Gebiet, richten Sie eine Futterstelle ein, um es auch in diesem Gebiet zu halten!

Spätestens am dritten Tag sollte ein erfahrener Suchhund angefordert werden!!
Befindet sich das entlaufene Tier in einem bestimmten Gebiet, kann man auch den Einsatz einer Falle in Betracht ziehen.

Auch sollten wieder die Stellen abgefragt werden, die bereits informiert wurden.
Dabei sollten diesmal auch Bauhöfe, Straßenmeistereien und Tierkliniken abgefahren werden, um einen Unfall mit dem Tier ausschließen zu können - auch wenn dies ein schwerer Gang ist!

Plakate sollten etwas weiträumiger ausgehängt werden.

Auch eine Information von regionalen Radiosendern und Zeitungen sollte nun in Betracht gezogen werden - jedoch immer mit dem Hinweis, dass Fangversuche nicht erwünscht sind, um den Hund nicht noch mehr in Panik zu versetzen! Je nach Zustand des Hundes könnte dies sonst dazu führen, dass er das gewohnte Gebiet verlässt und ein Auffinden noch schwieriger wird!

Weitere Links:
Ausreisser.de
www.hundentlaufen.de
Aus unserem Leben bist du gegangen,
in unserem Herzen bleibst du.
Coco
 
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