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Massagen ... versch. Techniken

Massagen ... versch. Techniken

Beitragvon Gast 1010 » So 11. Apr 2010, 23:23

Massagen gibt es unterschiedliche ... zum einen die Tellington-Touch Methode. Darf ich aber nicht beschreiben, weil Frau Telington-Jones sonst uns verklagen würde.

Wichtig ist bei Arthrose, dass die Gelenke locker und gelenkig bleiben. Hier sollte man mit leichten Routieren der einzelnen Gelenke im Uhrzeigersinn anfangen. Von Schulter abwärts bis zu den Zehen, also nicht nur das Gelenk, das Arthrose hat, sondern auch alle anderen Gelenke des Beines.

Die erste Zeit könnte der Hund das Bein weg ziehen, weil es weh tut, aber regelmäßig angewendet, bleibt das Gelenk bewegbar und die Arthrose setzt sich nicht so fest. Zuerst sollte man nicht länger als fünf Minuten machen, einfach damit man das Gelenk nicht verletzt bzw. der Hund muss sich ja auch daran gewöhnen.
Bilder werden noch nach geliefert!!!

Methode Eins - das sanfte Rollen

Den Hund auf die Seite legen mit der Seite der kranken Pfote nach oben. Am besten macht man es nach dem Gassigang, wenn die Muskeln gut durch blutet sind, dann ist es auch für den Hund angenehmer. Zuerst einmal sollte man das Schultergelenk finden. Die rechte Hand ist oben auf dem Gelenk, die linke Hand liegt vorne an Gelenk und Elle an, als Hebel. Das Gelenk langsam (nicht abrupt) mit sanftem Druck nach hinten und vorne bewegen. Schon allein durch diese kleine Bewegung werden mehr als fünf Muskelgebiete bewegt und gelockert, Der Deltamuskel, der Oberarmkopfmuskel, der Schulterquermuskel, der dreiköphige Oberarmmuskel und der Kapuzenmuskel, der oberhalb des Schulterblattes liegt.
Die erste Zeit wird der Hund nicht viel bewegen können, durch das sanfte Rollen werden aber a) Arthrose-bedingte Ablagerungen abgebaut und b) die Muskulatur wird gestärkt. Die kalk-haltigen Ablagerungen werden vom Körper wieder aufgenommen, also keine Sorge.
Mit der Zeit wirst du feststellen, dass das Gelenk immer leichter zu bewegen ist, fast schon als wäre Gelenk und Pfanne nicht mehr in einem. DAS IST GUT!!! Denn das heisst, das Gelenk hat genügend eigene Schmiere wieder entwickeln können und Ablagerungen reiben wenigstens nicht mehr gegen das Gelenk, wo sie Schmerzen verursachen. Cenour kann nach vorne und hinten wieder vollkommen durchstrecken, dass konnte er vor 3 Jahren überhaupt nicht.
Arthrose ist ja nichts anderes als das die Gelenke immer mehr verkalken, mit dem sanften Rollen kann man das Eindämmen, aber natürlich nicht stoppen.

Sobald man merkt, dass die Gelenke locker sind, kann man die Knie und Ellenbogengelenke nicht nur hin und her sondern auch im Uhrzeigersinn bewegen. Hiermit werden die seitlichen Muskel- und Sehnenstränge gedehnt und gefördert. Man sollte aber aufpassen, hier können sehr leicht Entzündungen entstehen, also immer sehr sanft und vorsichtig vorgehen. Immer von der Schulter hinunter zum Fuß arbeiten. Hat man ein Bein durch, zum Abschluss das Bein etwas lang ziehen. Bitte nicht mit Gewalt, eher so, als wolle man Lymphe ausmassieren. Durch den Auspresseffekt gerade dort wo Venen Venen und Lymphe sind (unterhalb der Gelenke) erfolgt eine Ausschwemmung von Flüssigkeit aus dem Gewebe, es ist also eine verkleinerte Lymphdrainage.

Irgendwann wird der Hund anfangen mit zu arbeiten, indem er sein Bein durchstreckt, wenn du seine Schultern lockerst. Lass ihn, da werden die Muskeln angeregt, denn gute Schultermuskulatur ist wichtig zur Unterstützung von Arthrose-befallenen Knie- und Ellenbogengelenken.

Das ganze sollte man am Anfang nicht länger als fünf Minuten und später nicht länger als 20 Minuten machen. Du kannst auch zwischen den einzelnen Beinen eine Pause machen, da man recht konzentriert die einzelnen Gelenke bewegt und erst später merkt wie sehr die eigenen Finger/Hände schmerzen :lol:



Methode Zwei - Muskel Akupressur
Anders als beim Menschen hat man ja nicht schöne handtellergroße Muskelstränge, die man massieren kann. Beim Hund ist Köpfchen gefragt ... und Fingerspitzengefühl.
Bei den Beinen eines Hundes sind zwei Muskelstränge wichtig, sie laufen zu beiden Seiten der beiden Knochen entlang, die von Schulter zu Knie/Ellenbogengelenk verlaufen. Sie umschliessen auch das Gelenk an den Seiten und es ist wichtig diese Muskeln zu stärken.
Am besten probiert man erst einmal den Druck bei sich selbst aus, man sollte nämlich nicht zu lasch aber auch nicht zu fest drücken. Am besten mit den Fingerspitzen gegen die Haut des Unterarmes drücken, bleibt für kurze Zeit eine gerötete Druckstelle zurück (nicht weiss, dann war es zu stark), dann ist der Druck richtig.
Mit den Fingerspitzen die Muskulatur entlang drücken, aufsetzen, drücken, absetzen, einige Milimeter weiter wieder aufsetzen, drücken und so weiter. Durch den Druck werden die Muskeln besser durchblutet. Wenn Entzündungen im Muskel sind, wird der Hund das Bein zurück ziehen. Hier sollte man sofort zum TA fahren und etwas Entzündungshemmendes verschreiben lassen, denn mit Muskelentzündungen ist nicht zu spaßen.

Im nächsten Teil erkläre ich Akupressur der Pfoten.
Gast 1010
 

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