Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleisten?

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Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleisten?

Beitragvon R e d a k t i o n » Do 11. Nov 2010, 15:11

ZZF-Symposium 2010: Fachberatung und intelligente Konzepte sind entscheidend für eine artgerechte Ernährung der Heimtiere
Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung von Heimtieren gewährleisten? Diese Frage diskutierten 72 Tierärzte und Zoofachleute auf dem 15. Symposium des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), das vom 6. bis 7. November 2010 in Kassel stattfand.
In einer Umfrage des Veranstalters bewerteten die Teilnehmer die Veranstaltung als sehr gut (Note 1,4) und lobten vor allem die Themenauswahl, die fachlich versierten Vorträge und die Möglichkeit des Austausches zwischen Tierärzten und Vertretern der Heimtierbranche.

Es nahmen zu rund 30 Prozent Zoofachhändler teil, 33 Prozent waren Tierärzte, 16 Prozent kamen aus dem Großhandel oder von Herstellern der Heimtierbranche.

Die Fachleute aus der Heimtierbranche und aus den mitveranstaltenden Verbänden Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT-AK8) und Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) waren sich einig: Sowohl Kleinsäuger, Ziervögel- und –fische als auch Reptilien und Amphibien können ganz oder teilweise mit nach neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen hergestellter Fertignahrung artgerecht versorgt werden.

Eine natürliche Ernährung von Heimtieren sei nicht möglich, nicht erforderlich und oftmals auch nicht wünschenswert, da domestizierte Heimtiere andere Bedürfnisse haben als wildlebende Tiere.


Verantwortung liegt bei Herstellern, Haltern und Zoofachhandel
Fehlernährung betrachten die Experten als Folge falscher Dosierung, der Haltungsumstände sowie fehlerhafter oder fehlender Zufütterung von Ergänzungsfutter.

Dabei liege die Verantwortung für die optimale Fütterung gleichermaßen bei den Herstellern von Heimtiernahrung als auch bei den Haltern und dem Zoofachhandel als Beratungsinstanz.

So wies Martin Höhle, erfahrener Kleinsäugerzüchter und Inhaber von The Pet Factory, darauf hin, dass bei der Ernährung von Kleinsäugern die saisonalen Bedürfnisse und Lebensphasen der Tiere berücksichtigt werden müssten.

Professionelles Fertigfutter könne die Tiere nur bei zeitweiliger Gabe von jeweils geeignetem Ergänzungsfutter auch während besonderer Lebensabschnitte und bestimmter Phasen im Jahreszyklus ausreichend versorgen.

„Mit Zusatzverkäufen von keimfähigen Saaten, Futterpflanzen, frischen Futtermöhren, Nagergras oder Moos ist es dem Zoofachhandel möglich, sich zu profilieren.“

Dr. Julia Fritz von der Universität München mahnte, beispielsweise Kaninchen so konstant, karg und energiearm wie möglich zu ernähren. Um Krankheiten wie Zahnproblemen, Verdauungsschwierigkeiten und Übergewicht vorzubeugen, sollten Halter ihren Tieren in erster Linie Heu und Wasser anbieten und einem Kalziummangel vorbeugen.

Thomas Petzsch, Inhaber von Cityzoo, wies in seinem Vortrag darauf hin, dass bei der Fütterung von Amphibien und Reptilien weniger die Inhaltstoffe von Fertignahrung problematisch seien als der erfolgreiche Fütterungsprozess.

Fertigfutter aus der Dose würde von einigen Tierarten, bei denen Bewegung einen Beutefangreflex auslöst, nicht akzeptiert. „Gut gelingt die Fütterung, wenn Halter das Futter mit einer Futternadel oder Futterpinzette anbieten und eine Bewegung vortäuschen.“

Auch die Fachtierärztin Dr. Petra Kölle hält es bei der Haltung von Amphibien und Reptilien für besonders wichtig, auf die speziellen Bedürfnisse der Tiere einzugehen. 40 Prozent der Reptilienkrankheiten seien auf Ernährungsfehler zurückzuführen, wobei die Krankheitssymptome oft unspezifisch seien.

Sie zählt zu den Fehlerquellen vor allem die Über- und Unterversorgung mit Wasser oder Nährstoffen und plädiert für eine verbesserte Ergänzungsfütterung.

Dr. Gerd Großheider vom Unternehmen Tetra sieht es als Aufgabe der Hersteller, intelligente Konzepte zu entwickeln, die eine artgerechte Ernährung gewährleisten und Fehlerquellen beim Fütterungsprozess reduzieren.

Gerade in der Aquaristik spiele der Einfluss des Futters auf das ganze Haltungssystem eine besondere Rolle. Um Fischkrankheiten vorzubeugen, seien zudem immunstimulierende Substanzen eine gute Wahl.

Dr. Petra Kölle befürwortet ebenfalls gute Futterkonzepte, um bei der Ernährung von Zierfischen eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden, vor allem eine zu hohe Energiezufuhr.

In Gesellschaftsbecken sei die artspezifische Ernährung zuweilen gefährdet: Würden beispielsweise Koi und Störe in einem Gartenteich zusammen gehalten, könnten die Störe verhungern, weil sie das Futter langsamer aufnehmen.

Auch für Dr. Gerd Britsch, Tierärztliche Praxis für Vögel und Reptilien, ist das intelligente Futterkonzept ein Lösungsansatz, um Fehler in der Ernährung von Ziervögeln zu vermeiden. Aus seiner Sicht erhalten einige Vögel zu viel, andere nicht ausreichend Nahrung, weil sie nicht gesellig oder in ungünstig gemischten Volieren gehalten werden.

Er spricht sich deshalb für die Gabe von Pellets oder Extrudaten mit der richtigen Nährstoffkonzentration aus. Aus diesem Futter könnten sich die Tiere nicht die energiereichen Komponenten herauspicken. Um Langeweile vorzubeugen, müssten die Pellets so angeboten werden, dass Vögel gezwungen sind, sie sich zu erarbeiten.

Die Lebensqualität der Ziervögel liegt auch Dr. Hans Claßen von der Firma Claus am Herzen. Er zieht den Pellets die Fütterung mit Körnerfutter vor, das eine Geschmacksvielfalt biete und mit dem die Tiere sich beschäftigen können.

Ein gutes Fütterungskonzept müsse die aktiven und passiven Lebensphasen der Vögel berücksichtigen. Der Halter müsse seine Tiere gut beobachten und selbständig den Nährstoffbedarf an Belastungsphasen wie beispielsweise die Mauser anpassen.

Für die Aufklärung der Tierhalter über eine artgerechte Heimtierernährung hält er neben der Beratung im Zoofachhandel qualifizierte Angaben auf den Verpackungen für wichtig.

Quelle: vet-magazin.com
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Pfoten-News » Sa 7. Sep 2013, 16:51

Nach der netten Aufforderung, dass auch ältere Themen gerne aktiviert werden dürfen ...

Vor einigen Jahren und nach einem abgebrochenen BARF-Ausflug, habe ich mich ziemlich ausgiebig mit Fertigfutter beschäftigt.
Wie es im Netz so ist ... die Informationen sind vielfältig und man kann sich auch "kirre" lesen.
Im Rahmen dieser Informationssuche bin ich über eine HP gestolpert, deren Besitzerin sich die Mühe gemacht hat ganz viele einzelne Puzzleteile zusammen zu tragen.
Wen das also interessiert: Hund und Futter, kleiner Leitfaden durch den Futtermitteldschungel
Viele Grüße
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 16:59

Pfoten-News hat geschrieben:Nach der netten Aufforderung, dass auch ältere Themen gerne aktiviert werden dürfen ...

[/url]

:floet:

Die verlinkte Seite ist interessant, aber ich bleibe bei meiner Meinung, das man auch bei den besten Leitfäden zur Entschlüsselung der Deklarationen immer noch nicht genau weiß was drin ist...

In "selbstgemachtem" Futter weiß ich das nur drin ist was ich reinschmeiße
„Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.“

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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Pfoten-News » Sa 7. Sep 2013, 17:07

Das mag sein ... wenn Du allerdings Deinen Hund wegen BARF fast verloren hättest (einer hat es gut vertragen, einer ist mir mit hohem Fieber und Blutarmut mehrfach zusammen geklappt), würdest Du es vielleicht noch mal überdenken.
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Claudia » Sa 7. Sep 2013, 17:09

Benni wird auch gebarft, ist bei ihm auch alternativlos, weil er weder Trocken- noch Dosenfutter verträgt.
Liebe Grüße, Claudia :blind:, Zausel-Rennschaf Benni und Kater Merlin, *Vincenzo, Emma und Balu für immer im Herzen*
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Inge » Sa 7. Sep 2013, 17:11

seh ich ähnlich wie Ilona. Ich bin allerdings kein Barf-Missionar. Im allgemeinem weise ich darauf hin, aber ansonsten halte ich es da wie bei der Human-Ernährung: Jeder was er mag, verträgt und finanzieren kann.

Aber ich weiß auch gerne bei meiner Ernährung was ich wie viel von was esse. Deshalb gebe ich meinen Hunden auch keine Zusatzmittel, die schon fertig gemischt sind. Ich weiß gerne, wie viel von jeder Sorte drin ist Dann hat man auch die Übersicht, was hilft, und was nicht.

Das ist aber immer wieder eine Diskussionsgrundlage, wo jeder andere Vorstellungen hat :biggrins:

@Gabriela: wieso ist dein Hund durch Barf fast gestorben? Was genau ist passiert?
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 17:12

Inge hat geschrieben:seh ich ähnlich wie Ilona. Ich bin allerdings kein Barf-Missionar.
@Gabriela: wieso ist dein Hund durch Barf fast gestorben? Was genau ist passiert?



Bin ich auch nicht, vor allem nicht BARF im eigentlichem Sinn...deshalb schrieb ich ja auch "selbstgemacht"


Und der Frage schließe ich mich an
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Inge » Sa 7. Sep 2013, 17:15

ups, war das so zu verstehen, dass ich dir das unterstelle schock63 Das wollte ich nicht, denn ich weiß, dass du das ganz sicher nicht bist kop_hau
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 17:17

Inge hat geschrieben:ups, war das so zu verstehen, dass ich dir das unterstelle schock63 Das wollte ich nicht, denn ich weiß, dass du das ganz sicher nicht bist kop_hau


Nee Nee, alles ist gut , ich hab Dich schon richtig verstanden knud_del

Ich wollte nur richtig stellen das für mich NICHT nur ROHE KOST das einzig Wahre ist
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Pfoten-News » Sa 7. Sep 2013, 17:56

Dann sollte ich vielleicht dazu sagen, dass ich nicht grundsätzlich gegen BARF bin, so ich einen jungen Hund direkt damit aufziehe.
Ich "rege mich nur auf", wenn BARF als Allheilmittel oder Nonplusultra hingestellt wird (nein, nicht hier ... nur so allgemein).

Aufgrund der Arthrose von Dusty hatte ich nach einer Alternative gesucht und war bei BARF angelangt.
Prima, netten Fleischlieferanten paar Orte weiter gefunden, bringt die Ware 14tägig ins Haus.

Hunde umgestellt und beide haben es mit richtig Appetit gefressen. So weit so gut ...

Nach etwa 4 Wochen bekam Kim plötzlich hohes Fieber und sackte zusammen.
Sofort ab zum Arzt, Blutabnahme (großes Blutbild), selbstverständlich auch Urintest und direkt unter Antibiotika gesetzt.
Blutbild ergab einige normale Werte und einige total aus dem Ruder laufende, auch Anämie.
Nach 7 Tagen Antibiose sollten 7 Tage Pause sein und dann neues Blutbild (wenn alles normal läuft).
Es lief nicht normal, also schon früher zum Arzt, neues Blutbild, Werte alle verschoben (fast gegensätzlich), nur Anämie nach wie vor ... Werte sogar noch schlechter.
Neue Antibiose, wieder 7 Tage, wieder Kontrolle ...
... ähnliches Ergebnis, also auch wieder frühzeitig zum Arzt, weil wieder Fieber und wieder zusammen gesackt.

Zusätzlich verweigerte Kim auch noch das Futter, sogar eine schöne frische Rinderbeinscheibe mit leckerem Markknochen ließ sie liegen.

Das zog sich über fast 2 Monate hin und es war bereits vorgesorgt, dass ich mit ihr nach Aachen ins Klinikum fahre wegen einer Anabolika-Behandlung.

Da sie nach wie vor das Futter verweigerte und die einzige Änderung in der ganzen Zeit NUR die Futterumstellung war, habe ich ihr versuchsweise das eingeweichte Trofu angeboten, welches sie vorher immer bekam ... es sollte nur etwas in den Hund, egal was.
Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass Kim und Dusty Golden Retriever waren, also 4beinige Biotonnen, die NIE NIE NIE etwas nicht gefressen hätten.
Sie fraß es ... trotz Fieber und sonst völlig apathischem Verhalten.
Im laufe von nur 1 Woche war sie fieberfrei und fast die Alte.
Habe dann nach weiteren gut 2 Wochen mit dem ollen Trofu einen erneuten Bluttest machen lassen und ALLE WERTE waren wieder im normalen Bereich.

Kim hat noch mehrere Jahre ohne irgendwelche Probleme (außer ihrer Allergie) gelebt.

Das ist mit Sicherheit kein Normalfall, aber eben auch nicht abwegig.

Daher gilt für mich ... never change a runing system ..., wenn es nicht zwingend sein muss.

Falls der Beitrag jetzt in diesem Thema den Rahmen sprengt, dann kann er gerne verschoben werden. Wollte nur die Fragen ordentlich beantworten.
Viele Grüße
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 18:01

Schlimme Geschichte!

Wurde denn zusätzlich zu der Rumdokterei damals auch mal auf Parasiten oder Zoonosen getestet ?

Ich hab nämlich noch nie gehört, das solche Symptome auf Futter bzw Futterunverträglichkeiten beruhen...

Da hätte ich gerne mal den kausalen Zusammenhang gehört.....man lernt ja nie aus....
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Inge » Sa 7. Sep 2013, 18:02

nee, da würde ich sicher auch nichts mehr ändern.
Siehste, wir sind über die Unverträglichkeiten bei den Trockenfuttersorten ans Barf bekommen. Wir haben auch eine vierbeinige Biotonne, also einen mittlerweile 11 Jahre alten/jungen Retrieverrüden. Der hat so viele Allergien und Unverträglichkeiten, dass wir dachten, wir verlieren ihn. Er war schon total abgemagert, hatte nur noch blutige Durchfälle und ans Barfen wollte ich mich eigentlich nicht wirklich begeben und schon gar nicht an die Ausschlussdiät mit Pferd. Meine Tochter reitet und liebt Pferde. Aber es war für Frodo die letzte Chance, also ergriffen wir sie. Pferd ist übrigens immer noch das einzige Fleisch, welches Frodo verträgt. Zusätzlich bekommt er nur noch matschig gekochte Kartoffeln, Reis, Möhren und Sellerie. Sein Blutbild ist in Ordnung, keinerlei Mangelerscheinungen, trotz der langen "einseitigen" Ernährung.
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Pfoten-News » Sa 7. Sep 2013, 18:10

Kruemel29 hat geschrieben:Wurde denn zusätzlich zu der Rumdokterei damals auch mal auf Parasiten oder Zoonosen getestet ?

Parasiten eindeutig ja, also getestet und kein Befall ... bei Zoonosen muss ich passen, daran kann ich mich zumindest nicht erinnern.
Viele Grüße
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 18:17

okay, nicht das wir aneinander vorbeireden :), ich meine jetzt nicht Wurmbefall oder so mit Parasiten..

Hepatozoonose z.b kann auch solche Symptome auslösen und auch der zeitliche Ablauf käme hin, so das es so hätte aussehen könne, als wenn die Futterumstellung der Grund gewesen wäre...

Wie hat man Dir die Symptome denn erklärt ?

( reine Neugier, wenn Du nicht magst musst Du da nicht weiter drauf eingehen)
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Inge » Sa 7. Sep 2013, 18:33

Kruemel29 hat geschrieben:
( reine Neugier, wenn Du nicht magst musst Du da nicht weiter drauf eingehen)


hier will keiner jemanden bekehren und missionieren, wir sind nur wirklich interessiert,um Ilonas Nachsatz noch zu ergänzen. Wer nicht mag, kann das ruhig schreiben :biggrins: wir akzeptieren das alle. Ganz ehrlich.
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 18:34

Inge hat geschrieben:[ Wer nicht mag, kann das ruhig schreiben :biggrins: wir akzeptieren das alle. Ganz ehrlich.

ab_klat
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Pfoten-News » Sa 7. Sep 2013, 18:37

Ich weiß nicht, ob ich das alles wirklich noch zusammen bekomme, es war eine chaotische Zeit und ist schon einige Jahre her.

Der Tenor war sinngemäß "keine Ahnung woher", die Blutbilder konnten eigentlich nicht so sein wie sie waren (also die widersprüchlichen Ergebnisse), sie wurde auch noch geschallt ... und die TÄ wusste nichts von der Futterumstellung.
Da haben wir erst hinterher drüber gesprochen, als ich ihr die Genesung von Kim mitteilte und das neue Blutbild haben wollte.

Wenn es eine Hepatozoonose gewesen wäre, wäre die alleine "geheilt" und über Jahre nicht wieder aufgetreten? ... so ganz ohne weitere Medikamente?
Sie hat ja nur Antibiotika bekommen und das war auch die gleiche Sorte, da sie bei der Gabe ja anschlug (also Fieber gesenkt, Hund besser drauf) und 1 - 2 Tage nach absetzen die Symptome wieder da waren.
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Re: Kann Fertignahrung eine artgerechte Ernährung gewährleis

Beitragvon Kruemel29 » Sa 7. Sep 2013, 19:31

das mit der Hep war nur ein mögliches Beispiel . Die Krankheit ist nicht heilbar aber man behandelt schon mal symptomatisch mit AB. Bei vielen Hunden wird die Krankheit gar nicht erkannt weil oft das eigene Immunsystem alles in Schach hält . kommen dann irgendwelche Auslöser dazu kann es zu einem Ausbruch kommen. (Stress ,Darmprobleme, etc.)


Oft wird dann irgendwie behandelt und der Hund erholt sich, aber die eigentliche Ursache bleibt unerkannt weil darauf nicht getestet wird. Oder der Hund überlebt nicht und es wird auch nicht weiter getestet warum.

Leider kommen Parasitosen etc. auch hier immer öfter vor und bleiben oft unerkannt .

Bei euch ist es ja,egal was es war Gsd gut ausgegangen
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